Bernau

Bernau

könnte man als Stadt der vielen Gesichter bezeichnen, wenn der Spruch nicht schon so abgedroschen wäre. Als Vorort von Berlin lebt es sich ohnehin nicht so ganz leicht, besteht doch das Risiko, zur Schlafstadt degradiert zu werden. Die vielen Plattenbauten in der Innenstadt wecken Befürchtungen, jedoch hat man sich darauf beschränkt, sie nicht höher als die noch erhaltenen historischen Gebäude zu bauen. Im wesentlichen ist die Stadt dreistöckig. Neben dem Einheitsbeton findet man noch Gründerzeit und ein bisschen Fachwerk. Dass eine sozialistische Planstadt noch von einer Stadtmauer mit einigen Türmen umgeben ist, mutet recht skurril an. Etwas außerhalb steht eines der größten Bauhaus-Gebäude, das inzwischen zum Welterbe ernannt wurde. Die ehemalige Bundesschule des Deutschen Gewerkschaftsbunds katapultiert Bernau in der Bauhaus-Werbung auf eine Ebene mit Dessau und Weimar.

Objektivbewertung:

von 5

Die Innenstadt ist weitgehend DDR-typisch. Stadtmauer, Türme und Kirche sind typisch Brandenburg. Die Bundesschule typisch Bauhaus. Der S-Bahn-Anschluss typisch Berlin.