Heidelberg

Heidelberg

muss man sich mal ohne Schloss vorzustellen versuchen. Es bliebe die Altstadt, die zwar schön, aber nicht sensationell ist. Vor allem erscheint sie sehr groß, weil jeder, der zum Schloss will, sie einmal komplett druchqueren oder besser durchlängen muss. Das ist zwar nicht langweilig, aber mühselig, weil man nie allein dabei ist, ganz im Gegenteil. Und wer nicht zum Schloss will, will zur Uni oder in ein Café oder Weinlokal oder Ähnliches. Die Auslastung der Hauptstraße, was ein origineller Name für die Fußgängerzone ist, ist somit garantiert. Und weil man eh nie schnell vorwärts kommt, sollte man in die Nebenstraßen blicken, man hat immer einen Berg im Hintergrund und so die Illusion eines Gebirgsorts. Und wer nicht gucken will, der hört den Sprachen der Welt zu.

Objektivbewertung:

von 5

Das Schloss bzw. dessen Ruine steht an erster Stelle, dann ein Altstadtlängsgang, die Alte Brücke und ggf. der Bergfriedhof. Wer den Blick von oben mag mit etwas weniger Gedränge, geht auf der anderen Flussseite über den Philosophenweg.