Mannheim

Mannheim

ist eine Stadt – zumindest durchs Objektiv betrachtet – mit Symbolkraft. Es fällt schwer, Orte zu finden, die man als schön, atmosphärisch oder pittoresk bezeichnen kann. Die Stadt fällt eher mit sozialen Brennpunkten auf oder mit Betonklötzen – für die das Schlagwort Brutalismus wie geschaffen erscheint. Tatsächlich finden sich einige brutalistische Hauptwerke in Mannheim, so die drei weithin sichtbaren Wohntürme, die sich hinter der Bezeichnung “Neckaruferbebauung” nicht verstecken können, oder kaum weniger berühmt das Collini-Center mit nicht weniger enttäuschendem Bürokomplex davor. Mintunter finden sich außerhalb der Innenstadt Versuche, durch Fassadenbemalung das Einheitsgrau etwas aufzulösen. Manchmal ganz originell.

Objektivbewertung:

von 5

Ketzerisch gesagt: Wer Heimweh haben möchte, reist mal nach Mannheim. Die Stadt ist eine ästhetische Herausforderung, die durchaus vorhandene historische Bausubstanz muss man suchen, kann sie aber auch finden. Man fühlt sich in einem dauernden Diskurs darüber, was und wie Stadt sein kann und was besser nicht. Nicht vergessen: Es gibt noch Ludwigshafen!